Browser-Fingerprinting: Wie Websites Sie ohne Cookies tracken
Browser-Fingerprinting ist eine hochentwickelte Tracking-Methode, die Nutzer anhand ihrer Browser- und Gerätekonfiguration identifiziert. Im Gegensatz zu Cookies, die gelöscht werden können, lässt sich ein Browser-Fingerprint nur sehr schwer ändern.
Wie funktioniert Browser-Fingerprinting?
Wenn Sie eine Website besuchen, teilt Ihr Browser eine überraschende Menge an Informationen:
- User-Agent-String — Ihr Browsername, die Version und das Betriebssystem
- Bildschirmauflösung — Die genauen Abmessungen Ihres Bildschirms
- Installierte Plugins — Welche Browser-Erweiterungen und Plugins Sie nutzen
- Zeitzone und Sprache — Die Regionaleinstellungen Ihres Systems
- Canvas- und WebGL-Daten — Wie Ihr Gerät Grafiken rendert
Kombiniert ergeben diese Datenpunkte einen nahezu einzigartigen „Fingerabdruck“, mit dem Sie über verschiedene Websites hinweg identifiziert werden können – selbst ohne Cookies.
Wie verbreitet ist es?
Untersuchungen zeigen, dass Browser-Fingerprinting über 90 % der Nutzer eindeutig identifizieren kann. Große Werbenetzwerke und Analyseplattformen nutzen diese Technik in großem Umfang.
So reduzieren Sie Ihren Browser-Fingerprint
- Nutzen Sie datenschutzfreundliche Browser — Firefox mit entsprechenden Privatsphäre-Einstellungen, Brave oder den Tor-Browser
- Deaktivieren Sie JavaScript — Viele Fingerprinting-Methoden basieren auf JavaScript (dies beeinträchtigt jedoch die Funktion der meisten Websites)
- Verwenden Sie Browser-Erweiterungen — Tools wie Privacy Badger oder Canvas Blocker können helfen
- Halten Sie Ihren Browser auf dem neuesten Stand — Neuere Browser bieten einen besseren Schutz vor Fingerprinting
Finden Sie mit unserem Browser-Info-Tool heraus, welche Daten Ihr Browser preisgibt.